Vorstellung

Das Werk WACHET UND BETET besteht aus dem

  • Innerer Kreis (Kreis 1), den eremitisch lebenden Mitgliedern, dem
  • Kreis der Gemeinschaften (Kreis 2) und dem
  • Freundeskreis (Kreis 3).

8-DSC05906Die ursprüngliche, von der Gründerin vorgesehene Bezeichnung für die Mitglieder des inneren Kreises lautet „Eremiten/ Eremitinnen der Anbetung“. Dieser Begriff wird im Folgenden ersetzt durch „Adoremiten“, da der Begriff des Eremiten kirchenrechtlich definiert und in diesem Kontext nicht verwendet werden soll. Bei Orginalzitaten (siehe: „….“) jedoch wird im Folgenden aus Respekt vor der Gründerin der Begriff weiter verwendet, ebenso das Wort „Klause“, den Ort, den die Gründerin als Wohn- und Gebetsstätte für die „Eremiten“ konzipiert hatte.

Das Wort Adoremiten setzt sich aus dem lateinischen adorare = anbeten und dem griechischen eraemos=einsam zusammen.

Zur Spiritualität des Werkes folgende Anmerkungen:

Kreis 1: Innerer Kreis

Das Leben des Mitgliedes in diesem Kreis ist der Eucharistischen Anbetung  gewidmet. „Es ist dies ein Gebetsdienst, stellvertretend für viele, verbunden mit einem Leben der Sühne in der Nachfolge des Herrn“. Das Konzept wurde Barbara Busowietz am 11.7.1979 in Geisenhausen von oben gegeben. Nach geistlicher Prüfung vom Regensburger Bischof Rudolf Graber im September 1980 bat er, mit der Verwirklichung dieses Konzepts und der Errichtung von möglichst vielen „Klausen der Eremiten/Eremitinnen der Anbetung “im Bistum Regensburg zu beginnen, weil dies ein Segen für die Kirche und das Bistum werde. Er bat Pfarrer Krämer dann, Barbara Busowietz dabei zu unterstützen.

„Im Leben des Eremiten/der Eremitin der Anbetung geschieht auch ein  pastoraler Dienst. Anbetung und Dienst an den Menschen erschließen die Schätze des Herzens Jesu für die Welt. Die Dienste in einer Pfarrei sind gut für den Eremiten/ die Eremitin der Anbetung. Durch Teilzeitbeschäftigung in einem erlernten Beruf wird die eigene Existenz gesichert. [Weiterlesen …]

Kreis 2: Kreis der Gemeinschaften

Dieser zweite Kreis vereinigt Weg- und Lebensgemeinschaften, die nach den Kernpunkten des Konzeptes leben möchten. Dazu können auch Priester, Diakone und Ehepaare gehören.

Die zur Zeit bestehende Gruppierung heißt  Jünger-Jesu-Gemeinschaft. Die Mitglieder treffen sich alle zwei Wochen an unterschiedlichen Orten in der Umgebung von Regensburg.

Kreis 3: Freundeskreis

„Der Freundeskreis im Werk WACHET UND BETET hat seine besondere Berufung. Sie trifft im tiefsten zusammen mit der Berufung der Eremiten/Eremitinnen der Anbetung, führt aber bei Menschen, die mitten in der Familie und im Beruf stehen, zu einer eigenen Lebensform, die ihre Fruchtbarkeit hat, und die der Welt Wesentliches zu sagen hat.

6-P1060226Der Übergang vom Kreis der Eremiten/Eremitinnen zum Freundeskreis ist fließend. Es kann sein, dass jemand zuerst im Freundeskreis versucht, diese Anregungen in seinem Leben zu verwirklichen und dann hingezogen wird zum eremitischen Leben. Es mag auch sein, daß jemand den Ruf zum eremitischen Leben in sich verspürt, aber durch die äußeren Umstände bedingt, noch nicht alle Punkte des Konzepts der Eremiten/Eremitinnen verwirklichen kann.
Es ist natürlich, wenn sich etwa um eine Eremitin der Anbetung, auch schon in ihrer Zeit der Vorbereitung, ein Kreis von Christen versammelt, die auch die eucharistische Anbetung suchen und miteinander den geistlichen Austausch pflegen. So kann eine neue Gruppe des Freundeskreises entstehen. Es können sich auch Einzelmitglieder des Freundeskreises in einer Region zusammenfinden und so eine neue Gruppe des Freundeskreises aufbauen.

Die Mitglieder des Freundeskreises suchen die eucharistische Anbetung wenigstens einmal in der Woche, die Begegnung mit Christus in den Sakramenten, den Dienst des stellvertretenden Gebetes und der konkreten Fürbitte. Das ganze Leben soll geprägt sein vom Gebet und dem Wort Gottes, mit der Bereitschaft innerlich zu horchen, welche Möglichkeiten Gott uns auftut und welche Charismen ER uns schenkt im Dienst an den Menschen und an der Kirche. So wird das Leben zum Zeugnis. Der Freundeskreis ist auch eine verbindliche Gemeinschaft, die nicht nur geistig, sondern auch konkret erfahrbar werden soll. Es gibt große Treffen aller Mitglieder, daneben regionale Zusammenkünfte, um geistlichen Austausch, Schulung und ein gutes menschliches Miteinander zu pflegen.“

Zum Freundeskreis gehören zur Zeit drei Regionalgruppen: in Regensburg, Metten und Landau.

Spiritualität

Allen Mitgliedern und Bewerbern/Bewerberinnen wird zur Einübung in die Spiritualität empfohlen,

  • regelmäßig die Bibel zu lesen und diese betend zu betrachten,
  • den Welt-Katechismus der Katholischen Kirche einmal durchzuarbeiten,
  • das gelbe Heft “Von den Mystikern lernen” von Barbara Busowietz (erhältlich über diese Homepage) und
  • Bücher von Teresa von Avila und Anderer zu betrachten.

Geistliche Begleitung

Nach dem Tod von Pfarrer Gustav Krämer wurde die Aufgabe des Spirituals zeitweise von Pfarrer Werner M. Hess (Otzing) wahrgenommen, derzeit besteht allerdings noch keine konstante geistliche Begleitung der Gemeinschaft.

Barbara Busowietz: Ihre Biographie

Barbara Busowietz

Barbara Busowietz +1998

Geboren am 8.8.1939 in Leobschütz, Oberschlesien. Im Januar 1945 Flucht nach Bad Reichenhall. Ihre Mutter starb am 25.4.1945 bei einem Luftangriff in Bad Reichenhall. Sie wuchs dann in Augsburg auf.

1960 begann sie ihre Ausbildung im erzbischöflichen Seminar für Katechese und Seelsorgehilfe in München, die sie mit besten Noten abschloss. Sie war anschließend ein Jahr Katechetin in bischöflichen Seminar in München, dann ein Jahr Assistentin am erzbischöflichen Seminar für Katechese und Seelsorgehilfe in München.

Vom Juni 1964 bis September 1969 war sie schwer erkrankt. Sie schrieb damals ihr erstes Büchlein “Von der Klage zur Freude”, das schon vielen Kranken Trost und Hilfe brachte.

Ab 1969 versuchte sie trotz ihrer Schwäche zunächst stundenweise zu arbeiten und war dann 1970 bis 1983 Religionslehrerin in Landshut und Gündelkofen tätig. Im Jahr 1979 empfing sie im Gebet als ihre Berufung das Konzept für Eremiten/Eremitinnen der Anbetung.

1980 hat Bischof Rudolf Graber sie gebeten, in die Diözese Regensburg zu wechseln, um als Eremitin nach diesem Konzept zu leben. Als sie das 1983 tat, war zunächst keine Stelle für die da, sodass sie als “Pfarrhaushälterin” mit Pfr. Krämer in der Seelsorge zusammenarbeitete, und 1984 mit ihm nach Pfatter kam.
1991 wurde sie dann von der Diözese Regensburg als Gemeindereferentin übernommen für die Pfarreien Pfatter und Geisling und die überpfarrlichen Dienste für die Charismatische Erneuerung.

Seit 1976 hat sie in Landshut / St. Pius den ersten Gebetskreis der Charismatischen Erneuerung in der Region Landshut gegründet und geleitet, und wurde 1980 von den Gruppen der charismatischen Erneuerung der Diözese Regensburg zur Diözesansprecherin gewählt und vom Bischof bestätigt. Diesen Dienst erfüllte sie bis 1996.

1-P1020751In Pfatter hat sie die Klause als Eremitin der Anbetung eingerichtet, mit Anbetungskappelle, als Zentrum des Werkes WACHET UND BETET, das Anfang 1993 offiziell kirchliche anerkannt wurde. So legte sie im Mai 1993 mit den ersten vier Eremitinnen/Eremiten der Anbetung ihre Versprechen in die Hand des Bischofs ab – ein Versprechen das jedes Jahr wiederholt wird. Zum Werk gehört auch die “Jünger-Jesu-Gemeinschaft” (und andere Gemeinschaften im Aufbau), sowie der “Freundeskreis” mit mehreren Gruppen.

Zur ihrer Biographie gehören eine Reihe von ihr veröffentlichter Bücher,  aus denen Viele auch heute noch geistige Nahrung und praktische Hilfe in der Seelsorge ziehen:

sodann die Katechumenatsbücher mit gestaltpädagogischen Elementen, die sie selbst in Kursen und mit den Kindergruppen jahrelang gehalten hat:

Nach zwei Krebsoperationen mit Nachbehandlungen und teilweiser Besserung wurde 1996 ihre Krankheit wieder akuter, sodass sie immer schwächer wurde und die Berufsunfähigkeitsrente erhielt.

Am 28.1.1998 musste sie ins Krankenhaus Wörth, und war dann ab 19.2.1998 im Pflegeheim Geiselhöring, wo sie am 10.3.1998 von ihrem Leiden erlöst wurde. Nach ihrem Wunsche wurde am 14.3.1998 ein österlicher Dankgottesdienst in weiß zu ihrer Beerdigung gehalten, mit frohen Liedern der Auferstehung.